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Lokale Fettverbrennung
Verfasst am: FTW @ 19.06.07 | 17:09  

geschrieben von User lele

Gibt es sowas überhaupt? Jeder kennt das alltägliche Bild in Studios, Mitglieder die unendlich viele Situps machen, um „lokal“ Fett zu verbrennen. Das Ergebnis ist die pure Enttäuschung. Leute, die Ahnung von der Materie haben, wissen bescheid, dass es sich lediglich um subkutanes Wasser handelt, welches ausgeschieden wird.
Schauen wir uns das Wort lokal näher an. Lokal bedeutet (zu lateinisch locus) Platz, Ort und genau das wollen wir: „Love Handles“ oder einfach nur das überschüssiges Brustfett wegkriegen. Gibt es irgendwelche „Chemische“ Unterstützung die dieses Wunschdenken realisieren kann? Wenn ja, mit welchen Nebenwirkungen sind sie behaftet?

Ich stelle euch einiger solche Mittel vor und werde ihr Vor –und Nachteile erläutern.

Zuerst wäre das allseits bekannte Yohimbin zu erwähnen. Dank seiner alpha-2-Rezeptoren-spezifischer Wirkung soll er spezielle Fettreserven beseitigen. Diese liegen beim Mann eher im Bauch und Hüftbereich. Bei Frauen sind das die Oberschenkel und der Po. Hier liegt auch das Geheimnis, denn in diesen Fettzellen ist ein ganz großer Anteil an Alpha-2 Rezeptoren.

Yohimbin blockiert eben die Alfa-2 Rezeptoren was in einer gesteigerten Noradrenalin Freisetzung mündet. Das ausgeschüttete Hormon Noradrenalin steigert zu einem die Wärme im Körper (Thermogenese) wie z.B. Ephedrin und setzt zum anderen Fettsäuren frei.

So die Theorie. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Viele Bodybuilder klagen über enttäuschende Ergebnisse, stempeln das Yohimbin als Unnütz ab. Das kann viele Gründe haben. Sie nahmen nicht die chemische Version, denn beim „Yohimbe Bark“ kann der tatsächliche Extrakt nicht definiert werden. Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass bei Einnahme von Yohimbin die Kohlenhydrate auf ein Minimum runtergeschraubt werden soll, da Insulin die Wirkung unterbinden kann.

Eine aktuelle Studie(1) aus Oktober 2006 zeigt nämlich, dass Yohimbin sehr wohl Wirkung auf die Fettpölsterchen hat. Natürlich werden spezielle Leute die Studie zerhacken und behaupten „Wir sind Bodybuilder – keine Fußballspieler“ oder ähnliches. Wunder natürlich darf man sich nicht erwarten, Yohimbin öffnet lediglich die Tür, durch die man selbst gehen muss.

Kommen wir zu den Nebenwirkungen. Anwender klagen häufig über Unwohlsein bzw. innerer Unruhe. Auch Schlafstörungen, sowie Übelkeit kann mit der Einnahme auftreten. Wie man unschwer erkennen kann, ähneln sich die Nebenwirkungen wie von dem Ephedrin.

Wer Yohimbin mal eine Chance geben möchte, hat mit dem Präparat „Yohimbin-HCL“ von International Pharmaceuticals ein wahres Juwel gefunden. Üppig dosiert mit 10mg/Tablette statt den üblichen 2mg bzw. 5mg und kommt in einer Dose mit 100Stück daher. Auch unser Partner Shop Yohimbin führt ein hervorragendes Produkt im Sortiment.

Was Oral funktioniert, dass sollte dann auch transdermal klappen? So ähnlich dachten sich das die Erfinder der sog. Yohimbin-Creme. Hintergrund ist, den Wirkstoff direkt ins Fettgewebe zu transportieren. Vorteile liegen klar auf der Hand. Da sich Yohimbin lokal entfaltet und nicht über die Leber abgebaut wird, können die lästigen Nebenwirkungen somit umgangen werden. Es können auch viele Höhere Dosierung eingesetzt werden, ohne das die Nebenwirkungen proportional ansteigen.

Stichwort Nebenwirkungen. Sie fallen eher mild aus, nur Juckreiz und antiallergische Reaktionen sind möglich.

Bleibt nur noch die Frage der Beschaffungsmöglichkeiten. Leider sind viele Produkte als untauglich abzustempeln, liegt oft daran, dass ein falscher Transportmatrix gewählt worden ist. Wichtig hierbei ist, dass die fertige Salbe eine „lokale Konzentration“ erreicht und nicht den Wirkstoff auf einem anderen Weg ins Blut freigibt.

Ein geeignetes Präperat ist sicherlich das Lipoderm Ultra von der Firma Avantlabs. Leider ist das Zeug hier in Europa sehr rar, aus den USA zu bestellen ist keine gute Idee, denn es könnte vom Zoll abgefangen werden. Empfehlenswert ist auf jeden Fall „http://www.discount-supplements.co.uk/ „ sie bieten es an, für 28.99 Pfund.

Eine andere Möglichkeit wäre es, die Creme selbst herzustellen. Es gibt viele Möglichkeiten, eine davon sähe wie folgt aus.

Yohimbin Tabs pulverisieren. Aloe-Vera-Gel mit einigen Tropfen Pfefferminzöl und Glycerin mischen, bis alles eine Feste Creme ergibt. Dann eben auf die gewünschte Stelle auftragen 

Für zwei Produkte? Ein wenig Mager? Nein, die nächste Möglichkeit wäre die sog. Fett-Weg-Spritze mit dem Wirkstoff Lipostabil. Der Wirkstoff wird in der Medizin zur Senkung der Bluttfette und zu Behandlung von Fettembolien verschrieben. Der Wirkstoff ist ein Extrakt aus der Sojabohne und schimpft sich Phoshatidylcholin.

Es können Fettdepots an Hüfte, Taille, u.s.w mit einer subkutanen Injektion behandelt werden. Durch die subkutane Injektion wird der Wirkstoff direkt ins Fettgewebe gespritzt. Dadurch löst sich die Doppelmembran der Fettzelle (adipozyten) auf. Das Lecithin des Medikamentes bindet sich an die Fettsäuren und transportiert es aus der Fettzelle.

Was ist davon zuhalten?

Ich persönlich kenne niemanden, die es angewandt haben. In diversen Foren wird eigentlich nur schlecht drüber gesprochen, zu einem soll das Resultat enttäuschend sein, zum anderen bilden sich „unschöne“ blaue Flecken dich je nach Dosierung bis zu 3 Wochen anhalten können. Wer Erfahrungen mit dem Wirkstoff aufzuweißen hat, soll doch mal etwas dazu schreiben. Interessant ist es auf jeden Fall.

Wie es scheint, sind injizierbare Produkte in kommen, mit dem Produkt Helios haben wir nämlich den zweiten Kandidaten. Unter den Namen Helios verbirgt sich nichts anderes als ein Gemisch aus Clenbuterol HCL und Yohimbin HCL. Gängige Sachen, nur zum injizieren eben.

Wie Clenbuterol und Yohimbin funktionieren wissen wir mittlerweile. Die Nebenwirkungen sind äquivalente zu den oralen Sachen. Alleine aus diesem Grund sollte dieser Cocktail-Mix tabu sein, denn Clenbuterol hat eine verheerende Wirkung auf das Herz, was jeder im Hinterkopf behalten sollte. Studien und Artikel hierfür gibt es genügend bei uns im Portal.

Ein weiterer Aspekt die Finger davon zulassen ist eigentlich simpel. Helios gibt es in keiner Apotheke der Welt und was genau Homebrewer da herstellen, steht in den Sternen. Durch die subkutane Injektion ist ein Abzess möglich und es gibt auch Anwender, die darüber berichtet haben.

Gerüchte zufolge soll Wirkung recht gut sein, so laut diversen Schriften. Auch praktische Erfahrungen, vor allem von Anwender auf holländischen Foren bestätigen die Wirkung.

Wer Helios trotzdem mal eine Chance geben möchte, findet ein passendes Produkt von der UG Generic Supplements. In 50ml Fläschchen befindet sich 40mcg/ml Clenbuterol und 5,4mg/ml Yohimbin.

Fazit: Vier Möglichkeiten, alle haben Vor- aber auch Nachteile. Um wirklich hartnäckige Fettreserven zu eliminieren, würde sich der Einsatz eventuell lohnen. Bei einem hohen KF% wird man(n) von dem Resultat eher enttäuscht sein. Daher sollte man solche „Mittelchen“ erst zu Ende der Diät einsetzt, aber ist es überhaupt noch nötig oder sollte man einfach nur 1-2 Wochen eben weiter Diäten?

1. Res Sports Med. 2006 Oct-Dec;14(4):289-99.
PMID: 17214405
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